Ausgabe 02/2008
Rückkehr der Hanse – Eine neue Ostsee-Allianz durch Meeresautobahnen
Die Rückkehr der Hanse ist das Aufmacherthema der neusten Ausgabe des baltic sea magazines. In dem Artikel wird beschrieben, wie vor allem Reedereien und Häfen über das EU-Programm „Motorways of the Sea“ die alte Tradition supranationaler Geschäftsverbindungen intensivieren können. Das alles wie immer in deutscher und englischer Sprache. Zudem werden in der Ausgabe eingehend Lettland, der Bau eines Spezialschiffes mit ausfahrbaren Stelzen zum Aufstellen von Windkrafträdern der Firma Bard sowie der Elbphilharmonie, das maritime competenzzentrum und der TÜV Rheinland vorgestellt.
Die Rückkehr der Hanse
Eine neue Ostsee-Allianz durch Meeresautobahnen
Vor rund 850 Jahren kristallisierte sich an den Küsten von Ost- und Nordsee etwas heraus, was man getrost als eine Urform der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft bezeichnen kann. Einzelne Städte eröffneten zur Verbesserung des Handels und zur Sicherung ihrer Schiffe Kontore in anderen Städten – die Hanse. Sie verhalf länderübergreifend Regionen zu wirtschaftlicher Blüte. Heute schicken sich nach dem Fall des Eisernen Vorhangs Unternehmen und Städtepartnerschaften an, die alte hanseatische Idee im Ostseeraum mit neuem Leben zu erfüllen – kräftig gefördert von der Europäischen Union.
Eine Region stellt sich vor: Lettland
Aus dem Schatten des großen Bruders
Diese Geschichte hat etwas von einem Märchen. Zumindest taucht eine Fee darin auf. So lässt sich nämlich der Name „Lauma“ übersetzen. Und es war auch einmal vor langer Zeit: 1961 wurde die gleichnamige Textilnäherei gegründet. Volkseigen und fern allen Großstadttrubels im beschaulichen Hafenstädtchen Liepaja. Das, was dort produziert wurde, verdrehte bald dem halben Ostblock den Kopf. Sinnliche Dessous, nach westlichem Vorbild. Schnell wurde Lauma zur beliebtesten Dessousmarke der Sowjetunion. Die ist längst untergegangen, Lauma jedoch geblieben, seit 1994 als private Kapitalgesellschaft zu 85 Prozent Eigentum der estnischen Gruppe Alta Capital Partners.
Die Verstecke der Hacker
IT-Spezialisten im Osten finden oft nur illegale Arbeit. Die Hochburg der weltweiten Internet-Hacker ist im östlichen Ostseeraum. Die Mehrzahl der Internetkriminellen operiert heute von Russland, Litauen und Lettland aus. Ein Grund dafür ist, dass es dort viele begabte Computerspezialisten gibt, aber nicht genug IT-Stellen. „Sie haben schlicht kaum Möglichkeiten, legal von ihrem Wissen zu profitieren“, so Mikko Hyppönen, Forschungschef des finnischen Sicherheitssoftwareunternehmens F-Secure. Die Bedrohung durch professionelle Cyberkriminelle ist zu einem großen Problem geworden. In der Wirtschaft insgesamt geht kaum noch etwas ohne Internet und edv. Überall wird per E-Mail verhandelt, Gebote werden auf Online-Plattformen abgegeben, neue Geschäftspartner über das Netz gesucht, der Status von Aufträgen und die Position von Schiffen oder Lastwagen online verfolgt.
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