Schriftgröße +

Bundesminister a.D. Kurt Bodewig MdB sprach im Bundestag zur Ostseestrategie der EU


Vor dem Plenum des Deutschen Bundestags begrüßte Kurt Bodewig, Bundesminister a.D. und Chairman des in Hamburg ansässigen Baltic Sea Forums (BSF) am 29. Mai die Bemühungen der EU, den Ostseeraum weiter zu entwickeln. Er hob dabei folgende Zielsetzungen hervor:
• Optimale Nachhaltigkeit bei der wirtschaftlichen Nutzung der Meeresressourcen,
• Aufbau einer Wissens- und Innovationsgrundlage,
• verbesserte Lebensqualität in den Küstenregionen,
• Ausbau der Position Europas im internationalen maritimen Bereich und
• größere Aufmerksamkeit für ein maritimes Europa in der Öffentlichkeit.

 

„Die Ostseeregion gilt heute als Modellregion für andere Meeresregionen in- und außerhalb der EU“, so Bodewig weiter. Er wies darauf hin, dass die Europäische Union für die Ostsee – „fast ein europäisches Binnenmeer“ – zum ersten Mal in ihrer Geschichte eine Strategie auf „makroregionaler“ Ebene anstrebe. Als dringlichste Probleme der Ostseeregion bezeichnete Bodewig in seiner Plenarrede die Bereiche Umwelt, Wirtschaft und Infrastruktur. Exemplarisch nannte er im maritimen Bereich die umweltfreundliche Energieversorgung von Schiffen in den Häfen, die Unterstützung des Projekts „Clean Baltic Shipping“ und die Umsetzung des sog. Ostsee-Aktionsplans der Helsinki-Kommission.

 

Mit Blick nach vorn sagte Bodewig abschließend: „Die gegenwärtige Wirtschafts- und Finanzkrise muss als eine Chance gesehen werden, das Wachstum in der Region zu fördern.“ Damit die Ostseeregion auch weiterhin ihren Modellcharakter behalten kann, unterstütze er gemeinsam mit seiner Fraktion die EU-Ostseestrategie uneingeschränkt.

 

© Breitengrad Verlag