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Hamburgs Beitrag zum Europäischen Tag der Meere

 

Der „Europäische Tag der Meere“ für Hamburg fand am 19. Mai in seiner Landessvertretung in Berlin statt. Partner der Hansestadt war das Baltic Sea Forum (BSF), das einzige übergreifende Ostsee-Netzwerk. Den Hamburger Beitrag am Vorabend des von der EU ausgerufenen Tages eröffnete der Europa-Bevollmächtigte des Senats, Staatsrat Carsten-Ludwig Lüdemann als Gastgeber; die Podiumsdiskussion zum Thema „Die EU-Ostseestrategie als Chance“ moderierte der Vorsitzende des Baltic Sea Forums, Bundesminister a. D Kurt Bodewig, MdB. Die Themen bezogen sich auf Europa: Deutschland, Hamburg, Russland sowie die Transportwirtschaft:Europa setzt PrioritätenDer Tag der Europäischen Meere macht deutlich, dass Europa mit seiner integrierten Meerespolitik Prioritäten setzt:

•    Optimale Nachhaltigkeit bei der wirtschaftlichen Nutzung der Meeresressourcen,

•    Aufbau einer Wissens- und Innovationsgrundlage,

•    verbesserte Lebensqualität in den Küstenregionen,

•    Ausbau der Position Europas im internationalen maritimen Bereich und

•    größere Aufmerksamkeit für ein maritimes Europa in der Öffentlichkeit.

 

Im Blaubuch der EU wird auf die strategische Bedeutung der Meere und Ozeane für die europäische Wirtschaft hingewiesen. Gleichzeitig wird hervorgehoben, dass der Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit, der Schutz der Meeresumwelt und die Interessen und Lebensgrundlagen derjenigen, die von der maritimen Wirtschaft abhängig sind oder an der Küste wohnen, integrale Bestandteile eines Gesamtkonzeptes sein sollten. Die Ostsee ist in diesem Zusammenhang eine Vorbildregion für andere Regionen: sowohl als Wirtschafts- als auch als Umweltraum.

Die Ostsee braucht Deutschland und Hamburg
Der Botschafter Estlands, Laanemäe wies auf die besondere Position Deutschlands hin, denn durch seine geballte Wirtschaftskraft ist es der einzige Ostseeanrainerstaat der nicht unmittelbar von den jeweiligen Nachbarstaaten abhängig sei. Auch Hamburg ist bedeutsam für die Ostseeanrainerstaaten, denn der Hamburger Hafen ist durch den Nord-Ostsee Kanal der einzige Tiefseehafen für die Ostsee zu und damit einem wichtigen Handels-Umschlagplatz für die Ostsseestaaten geworden, wie die Hamburger Vertreter des Senats Staatsrat Dr. Stephan Hugo Winters, Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt und der Europa-Bevollmächtigte, Staatsrat Carsten-Ludwig Lüdemann betonten.

Ohne Russland geht es nicht
Einstimmig wurde betont wie wichtig die Integration von Russland ist. Einmütig wurde der Feststellung des Wissenschaftlers Dr. Schymik Recht gegeben, der mit Nachdruck betonte, wie wichtig es sei, Russland an Lösungen für eine saubere Ostsee zu beteiligen. Er wies darauf hin, dass selbst Weissrussland und die Ukraine aufgrund ihrer Flusslandschaft ebenfalls mit einbezogen werden müssten. Die Ostsee ein Transportraum zum Wohle der Umwelt.


Unter diesem Gesichtspunkt forderte Arno Pöker von der Deutschen Seerederei mehr Güter auf das Schiff zu verlagern – und nicht auf die Straße. Pöker wies auf die Problematik hin, dass die IMO (Internationale Seeschifffahrtsorganisation) scharfe Voraussetzungen für die Schifffahrt durchsetzen will, aber auf der anderen Seite die durch den Straßenverkehr hervorgerufenen Belastungen offensichtlich völlig vernachlässigt werden. In diesem Zusammenhang wies Staatsrat Dr. Winter von der Umweltbehörde auf die Forderung nach mehr Transporte auf dem Seeweg hin. Er konnte aufzeigen, dass die damit verbundene Hinterlandverbindung auf der Schiene durch die Y-Trasse stark verbessert werden wird.


Resümee
Der BSF-Vorsitzende Kurt Bodewig wies in seinem Resümee darauf hin, dass der Abend in der Hamburger Landesvertretung der einzige übergreifende Beitrag zum „Europäischen Tag des Meeres“ in der Bundsrepublik durch Informationsdichte und hohe Aktualität geprägt gewesen sei.

 

 

 

Bildunterschriften

Foto oben: (v. l. n. r.) Bundesminister a. D. und Vorsitzender des BSF Kurt Bodewig, S.E. William Mart Laanemäe, Botschafter Estlands und Staatsrat Dr. Stephan Winters

 

Foto unten: (v.l.n.r.) Niklas Amelin, Europäische Kommission; Arno Pöker, Dänischer Generalkonsul, Deutsche See Reederei; Kurt Bodewig, Bundesminister a. D. und Vorsitzender des BSF; S.E. William Mart Laanemäe, Botschafter Estlands; Staatsrat Dr. Stephan Winters; Dr. Carsten Schymik, Stiftung Wissenschaft und Politik

 

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